Wie schon erwähnt heißt das Projekt, in dem ich meinen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst absolviere „Centro Nova Geração“ (kurz: CNG). Es befindet sich in dem Viertel
„Nova Rosa da Penha“ der Stadt Cariacica und ist ein soziales Projekt, ähnlich
einer Tagesstätte, für Kinder und Jugendliche zwischen 7 und 15 Jahren.
Die Struktur im CNG ist schulähnlich, die
Kinder sind in vier Gruppen aufgeteilt und es gibt einen Stundenplan mit
festgelegten Zeiten für die Mahlzeiten, die Pausen und natürlich die
verschiedenen Aktivitäten.
Zurzeit gibt es für die Kinder die Aktivitäten „Artesanato“(Handarbeit/Kunst), „Informática“, „Música“, „Bordado e tapeçaria“ (Sticken),
„Cidadania“(heißt wörtlich übersetzt: Staatsbürgerschaft, meint hier aber, dass die
Kinder mehr über ihre Rechte lernen und diskutieren, aber auch über andere
Themen sprechen und Aufgaben zur Verbesserung der Lese- und Schreibfähigkeiten
machen) und „atividades lúdicas“(Freizeitaktivitäten, also Gesellschaftsspiele,
lesen, oder mit Puppen spielen, aber auch die Möglichkeit Fußball oder andere
Ballspiele zu spielen, da es derzeit keinen extra Sportlehrer gibt).
Insgesamt arbeiten im Moment 14 Leute im CNG: ein
Koordinator (Chef), ein Verwaltungshelfer, zwei Köchinnen, drei Angestellte im
Bereich Reinigung und Reparaturen, eine Sozialarbeiterin, fünf
Sozialpädagogen/Lehrer für die verschiedenen Aktivitäten und ich als
Freiwillige.
Ich bin im CNG schon quasi die zweite Kunstlehrerin.
Das kommt daher, dass ich auf die Frage hin bei welcher Aktivität ich in der
ersten Zeit gerne mitarbeiten würde „Artesanato“ geantwortet habe – und dabei
ist es dann bis jetzt geblieben :D
Es ist auch nicht so, dass ich noch nicht alleine Unterricht
geben könnte, aber bis letzte Woche wurde meine Arbeit durch den Sprachkurs
noch etwas zerpflückt und abgesehen davon macht es mir auch einfach Spaß in dem
Bereich zu arbeiten.

Bei Musikstunden war ich auch schon dabei und habe teilweise separat mit einigen Kindern kurze Flötenvorspiele zu den jeweiligen Liedern eingeübt.
Aber ich glaube , dass meine Hilfe in den Kunststunden
sinnvoller ist als in den Musikstunden, weil 15 Kinder beim basteln mit Schere,
Kleber und Farben doch etwas mehr Chaos verbreiten und Hilfe brauchen als beim
Singen :D
Es soll natürlich nicht für den Rest des Freiwilligenjahres
so bleiben, deshalb werde ich in den nächsten Wochen mit regelmäßigem
Flötenunterricht anfangen und eventuell auch Englischstunden geben, wenn die
Kinder daran Interesse haben.
Wie die anderen Lehrer bin natürlich auch ich für die
allgemeine Aufsicht der Kinder zuständig und helfe bei der Essensausgabe.
Um die Aktivitäten abwechslungsreicher zu gestalten und die
Kinder auf verschiedenen Gebieten weiterzubilden gibt es im Laufe eines Jahres
immer wieder Themenwochen wie zum Beispiel die „Woche der Poesie, des Wassers,
des Frühlings oder der Kinder“. Themenspezifisch wird dann im Musikunterricht
zum Beispiel über den „blauen Planeten“ gesungen, im Kunstunterricht Blumen
gebastelt oder im „Cidadania“-Unterricht Gedichte gelesen.
Zu Ostern haben einige der Kinder und Jugendlichen das Leiden und die Auferstehung Christi als Theaterstück aufgeführt und ab und zu gibt es auch mal einen Tag an dem einfach alle zusammen in die Sporthalle oder den "Salon"
gehen und gemeinsam Spiele gespielt werden.






Muito legal seu ambiente de trabalho voluntário, Anna!
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